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Brüchige Buchen: Betreten der Waldfläche „Im Dohrn“ wegen Lebensgefahr verboten

Der Landkreis Stade hat das Betreten der Waldfläche „Im Dohrn“ ab sofort untersagt. Erklärt wird das Verbot mit brechenden Baumkronen der teils über 250 Jahre alten Buchen, die für Spaziergänger gefährliche werden könnten. Der Landkreis Stade schreibt dazu in seiner Pressemitteilung vom 29.07.2017:

„Durch den geradezu hallenartigen Charakter des Buchenbestandes, die ganz besondere Urwüchsigkeit der 250 Jahre alten Buchen und die 5500 Jahre alten Steinsetzungen der vier sehr gut erhaltenen Hünengräber ist das Gebiet in seiner Art herausragend und einmalig für den Landkreis Stade“, betont Helmut Bergmann vom Naturschutzamt. Doch die Sicherheit für Leib und Leben der Menschen gehe vor. Deshalb habe am Betretungsverbot kein Weg vorbei geführt.

Bis auf weiteres ist die „Waldinsel“ auf der Geest, etwa so groß wie sechs Fußballfelder, nur von dem um das Gebiet führenden Weg aus zu erleben. Bergmann: „Da die sehr alten Buchen die Optimal-Phase ihrer Entwicklung überschritten haben sind einige Bäume im Bestand bereits umgestürzt. Besonders gefährlich ist der Befall einiger altersschwacher Bäume durch holzzerstörende Pilze, so dass die Bäume plötzlich umfallen können, ohne dass es ihnen vorher anzusehen wäre.“ Aus diesem Grunde mussten Anfang des Jahres zwei offensichtlich geschädigte Bäume unmittelbar aus dem Wald entnommen werden. Eine aufwendige und teure Sache, denn es muss besondere Rücksicht auf die archäologischen Schätze genommen werden. Schließlich sind die Steingräber von Grundoldendorf mit bis zu 51 Metern Länge nicht nur besonders imposant, sondern auch älter als die Pyramiden oder die Steinkreise im englischen Stonehenge.

Der alte Baumbestand ist außerdem von großer ökologischer Bedeutung, etwa als „Stützpunkt“ für verschiedene Fledermausarten. Wie das Waldgebiet „Im Dohrn“ aus archäologischer und ökologischer Sicht entwickelt sowie für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden kann, soll in Gesprächen zwischen Landkreis Stade, Gemeinde und Land Niedersachsen, alle sind auch als Grundeigentümer der Fläche betroffen, geklärt werden.

(Pressemitteilung Nummer 108 – 2017 vom 29.07.2017 des Landkreises Stade)

 

   

24. August 2017, 10:48
 

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