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Information über das landesweite Projekt 2019 zur Minderung des Tierleids in verwilderten Hauskatzenpopulationen in Niedersachsen

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kann ich Ihnen mitteilen, dass auch im Jahr 2019 ein Projekt zur kostenlosen Kastration von verwilderten Hauskatzen stattfindet. Das Projekt läuft im selben Format wie im Jahr 2018 in der Zeit vom 04.November bis 20. Dezember 2019 ab. Das Land fördert das Projekt diesmal mit 150.000 Euro. Hinzu kommen wieder Zuschüsse der beteiligten Tierschutzorganisationen, so dass insgesamt ca. 278.000 € an Fördermitteln zur Verfügung stehen. Die allgemeine Öffentlichkeit wird von Seiten des Ministeriums informiert werden, so dass ich Sie darum bitte, die Informationen, soweit es Ihnen möglich ist, den Städten und Gemeinden zur Verfügung zu stellen.

Informationen über das aktuelle Katzenkastrationsprojekt:

Ein Bündniszusammenschluss, initiiert von der Landesbeauftragten für Tierschutz in Niedersachsen, mit der Tierärztekammer Niedersachsen, dem Bund praktizierender Tierärzte – Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V., dem Deutscher Tierschutzbund – Landesverband Niedersachsen e.V., dem Deutscher Tierschutzbund e.V. – Bundesgeschäftsstelle, dem Verband der niedersächsischen Tierschutzvereine e.V., dem Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. und Tasso Haustierzentralregister e.V. begegnet dem wachsenden Katzenelend mit einer weiteren landesweiten Aktion zur kostenlosen Kastration, Kennzeichnung und Registrierung freilebender halterloser Katzen.

Teilnehmen dürfen
• Tierschutzorganisationen
• Tierheime
• Ehrenamtliche, die Futterstellen obdachloser Katzen betreuen.

Die Kastration ist nur im Zeitraum vom

04. November bis 20. Dezember 2019

nach vorheriger Anmeldung zwischen dem/der Katzenüberbringerln von einem/einer in Niedersachsen niedergelassenen Tierärtzln durchzuführen. Die Katzenüberbringerln bestätigt schriftlich bei der Abgabe des Tieres, dass es sich um eine halterlose Katze handelt. Das Alter der zu kastrierenden Katzen muss über 4 Monaten liegen.

Hintergrund des Projektes

Wildlebende Katzen sind und bleiben Hauskatzen, die ausgesetzt, zurück gelassen, weggelaufen oder in vielfacher Generation geboren worden sind und denen sich keine Besitzerlnnen zuordnen lassen. Die Katzen sind oftmals durch fehlende regelmäßige und ausgewogene Fütterung und Pflege in einem schlechten Gesundheits- und Ernährungszustand, leiden vielfach unter Parasiten sowie Verletzungen. Infektionskrankheiten können sich aufgrund der schlechten gesundheitlichen Verfassung und fehlender Impfungen besonders gut ausbreiten. Somit sind auch Freigängerkatzen aus Katzenhaushalten gefährdet. Katzenhalterlnnen werden gebeten insbesondere ihre Kater bei Freigang kastrieren zu lassen, da ein Kater mehrere freilebende Katzen decken kann und somit erheblich zur Vermehrung der wildlebenden Populationen beiträgt, ohne dass Katzenhafter davon etwas mitbekommen.
Die Kastration von Katzen und Katern ist vorausschauend das einzig wirksame Mittel, um die Population freilebender Katzen zu regulieren und somit nachhaltig das stetig wachsende Elend der Tiere zu verringern.

Ziele des Projektes

Durch die Kastration von ca. 2.300 Katzen beiderlei Geschlechts wird die unkontrollierte Vermehrung der Streunerkatzen in Niedersachsen verringert und so auch nachhaltig und wirksam die Bestände reguliert.
Die Kennzeichnung und Registrierung der Katzen bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes oder beim Haustierregister von TASSO e.V. bringt Sicherheit für eine rechtlich eindeutige Zuordnung der Katzen und verhindert „Doppeloperationen”.
Das Projekt verfolgt als ein weiteres Ziel, Tierheime und Tierschutzvereine in ihrer Arbeit bei der Betreuung von freilebenden Katzenpopulationen finanziell zu entlasten. Als Hauskatzen müssen diese regelmäßig gefüttert und ihnen ein schützender Unterschlupf gewährt werden. Diese Versorgung sowie die Kastrationen und notwendige tierärztliche Betreuung verursachen große Kosten.
Im Rahmen der Maßnahme sollen darüber hinaus die Kommunen angeregt werden, von der neuen Subdelegationsverordnung Gebrauch zu machen und Katzenschutzverordnungen auf Basis des § 13 b Tierschutzgesetz zu verabschieden und so die Kennzeichnung und Registrierung, sowie die Kastration von Freigängerkatern und- katzen vorzuschreiben.

Projektumfang

Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einer Projektzuwendung in Höhe von 150.000 Euro. Der Deutsche Tierschutzbund – Landesverband Niedersachsen e.V. und Deutscher Tierschutzbund e.V. – Bundesgeschäftsstelle e.V. beteiligt sich mit je 15.000 Euro, also insgesamt 30.000 Euro und Tasso Haustierzentralregister e.V. mit 15.000 Euro.
Der Verband der niedersächsischen Tierschutzvereine e.V. spendet 15.000 € und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. 10.000 €.
Der/die behandelnde Tierärztln spendet pro Tier 25 Euro der Behandlungskosten von 140 Euro je Katze und 85 Euro je Kater. Die Mittel fließen in einen Förderfond, der von der Tierärztekammer Niedersachsen verwaltet wird. Insgesamt könnten bis zu 2.300 Katzen kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Auf der Internetseite der Tierärztekammer wird für Tierarztpraxen zu lesen sein, wieviel Geld tagesaktuell noch im Förderfond vorhanden ist. Sofern die finanziellen Mittel im Förderfonds zu erschöpfen drohen, wird die Aktion vorzeitig durch die Tierärztekammer Niedersachsen beendet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Michaela Dämmrich

 

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Horneburg
16. Dezember 2019, 1:49
 

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